Die Geschichte mit meinem Hut!

Ein Schwank aus meinem Leben!

Hallo aus Uruguay,

wenn ein Hut zum Aufreger und zum Entscheider über Sympathie oder nicht wird, dann läuft schon so Einiges falsch in einer Gesellschaft.

Nachträglich betrachtet kann man es eigentlich nur mit Humor nehmen und das ganze als Witz des Lebens betrachten.

Zur Vorgeschichte.

Ich war in meinem alten Leben in Germoney ein Dienstleister im Personen Transportgewerbe. Landläufig sagt man auch Taxi und Mietwagen dazu.

Natürlich hatte ich Stammkundschaft. Sogar so viel, das ich von Dieser eigentlich recht gut leben konnte.

Einer meiner guten Stammkunden, wir waren schon irgendwie befreundet, wollte von mir an den Airport gebracht werden. Pünktlich, wie sich das in diesem Gewerbe gehört, war ich natürlich zur Stelle um Ihn und seine ganze Familie mit Gepäck in meinen Van zu verfrachten. 4 Wochen Amiland und 4 Personen, da fiel schon einiges an was in einen normalen PKW nicht mehr passt.

Mein Kunde trug an diesem Tag einen, wie ich fand, sehr schönen Hut, zu dem ich spontan sagte: „Der würde mir auch gefallen.“ 

Seine Antwort folgte prompt: „Soll ich Dir einen mitbringen?“ Ich:  „Ja bitte““

Ich probierte seinen Hut und wir hatten auch noch die gleiche Größe.

4 Wochen später war ich im Besitz eines originalem amerikanischen Hutes von der Firma Stetson.

der alte Hut

Ausgebleicht und nicht mehr in Form der alte einstmals schwarze Hut.

Wie wir ja alle wissen, ist in Amiland ja alles etwas größer, so war auch die Krempe des Hutes für deutsche Verhältnisse nun etwas größer als gewohnt.

Von nun an trug ich Hut!

Von nun an wurde ich ausgelacht, gehänselt, verspottet und als nicht mehr ganz normal angesehen in meinen Kollegenkreise. Natürlich wäre ich nicht ich gewesen wenn ich mich diesem nun gebeugt hätte. Im Gegenteil! Der Hut wurde zu einem festen Bestandteil in meinem Leben.

Warum?

Nun er ist etwas äußerst Praktisches.

  • Im Winter hält er die Ohren warm.
  • Im Sommer schirmt er die Augen vor der Sonne ab.
  • Bei Regen und Schnee wurde meine Brille und mein Haar nicht mehr nass.
  • Er wurde zu meinem Erkennungszeichen.

Es gab dann Sprüche wie: „Du mit Deinem Cowboyhut!, Du bist doch ein Chauffeur und müsstest eine Fahrermütze tragen.“ wurden mir aus Kollegenkreisen an den Kopf geworfen.

Über alles habe ich mich darübergesetzt und stur an meinem Hut festgehalten.

Alles endete mit dem Tag meiner Auswanderung.

Natürlich nahm ich meinen Hut mit. Natürlich habe ich diesen Hut immer noch obwohl er nun etwas aus der Form geraten ist nach ca. 14 Jahren. Das darf man ihm auch nicht übel nehmen. Wenn er erzählen könnte, der hätte sicherlich so einige Geschichten drauf.

In Uruguay angekommen, war das plötzlich alles anders. Hier ist das tragen eines Sombreros absolut normal und ich erntete sogar recht viele Kommentar wie: „Que lindo Sombrero“ was soviel heißt wie: „Was für ein schöner Hut“

Der neue Hut

Der Neue ist ähnlich wie der Alte und auch schon über 10 Jahre alt.

Anzumerken sei, dass ich mir recht kurz vor meiner Auswanderung nochmals einen ähnlichen Hut aus Amiland mitbringen ließ und Diesen natürlich auch mitnahm in die große weite Welt. Da der Erste nun unansehnlich geworden ist, bin ich nun auf den Zweiten umgestiegen. Für den Sommer habe ich natürlich einen luftigen Sommerhut.

Ohne Hut aus dem Haus zu gehen ist für mich echt ungewöhnlich geworden zumal hier jeder den Sombrero akzeptiert und sich wirklich Niemand Gedanken darüber macht wie das aussieht usw.

Mein Sommerhut

Mein Sommerhut in Uruguay gekauft. Schön luftig und leicht.

Leben und leben lassen, das ist etwas was außerhalb von Deutschland recht groß geschrieben wird.

Korinthenkacker habe ich bisher in Uruguay nur unter den Deutschen gefunden. das heißt aber nicht, dass es diese unter den Uruguayern nicht gibt. Ich kümmere mich halt nur nicht darum.

So ich hoffe ihr seid ähnlich gut behütet.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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