Geisterspiele im Fussball

Manuel Neuer verrät, wie es ist, während der Corona-Pandemie zu spielen.

Wohl Ende 2019 in China ausgebrochen, fand der Corona-Virus Anfang des Jahres den Weg nach Europa. Anfangs unterschätzt, wurde vielen noch rechtzeitig klar, welch große Gefahr vom neuen SARS-CoV-2-Eerrger ausgeht. So wurden in Deutschland im März starke Restriktionen erlassen, die das öffentliche Leben deutlich einschränkten. Aufgrund der Gefahr durch Tröpfchenübertragung des Erregers wurden auch alle größeren Profiligen der Sportwelt ausgesetzt.

Die Bundesliga war eine der ersten großen Profisportligen, die den Betrieb unter strengen Hygienemaßregeln wieder aufnahm. Neben dem Ausschluss von Fans, der zu dem aktuell sehr gängigen Begriff „Geisterspiel“ führte, sind noch unzählige andere Maßnahmen erlassen worden, die für den regulären Fußballfans nicht sofort ersichtlich sind. Vor Kurzem äußerte sich der Kapitän der Deutschen Nationalmannschaft und des Vereins FC Bayern über die außergewöhnlichen Bedingungen, unter denen die Fußballprofis aktuell arbeiten.

Dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNN gegenüber äußerte er, dass die Spieler nur „zum Stadion, zum Trainingsareal und wieder nach Hause“ gehen dürfen. Zudem sitze man in Flugzeugen und Bussen weit auseinander und halte sich an die soziale Distanzierung. Die Spieler sitzen „während des Essens an Einzeltischen und tragen Masken, bis sie beginnen zu Essen.“

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Quelle: bwin

Neuer sieht sich aktuell vermehrter Kritik ausgesetzt, da sein Verein einen jüngeren Torwart als kommenden Nachfolger verpflichtet hat und Barcelonakeeper Marc-André Ter Stegen wiederholt seinen Anspruch auf die Nummer 1 in der Nationalmannschaft äußerte. Inwieweit die Verschiebung der Europameisterschaft 2020 um ein Jahr Einfluss auf den Posten des Stammtorhüters in der DFB-Elf hat, ist noch nicht abzusehen. Trotz der Gerüchte zeigt sich Neuer sehr gelassen und optimistisch und konnte kürzlich mit seinen Teamkollegen die achte Meisterschaft infolge für den FC Bayern sichern.

Trotz der vielen Auflagen und regelmäßigen Tests auf Corona war neuer schon vor Neuaufnahme der Saison 2019/20 sehr zuversichtlich. Er sagte der Münchener Abendzeitung, dass die Bundesliga eine Vorbildfunktion habe und „der Profifußball angesichts der strengen Auflagen bei den anstehenden Geisterspielen auch vorbildlich in der Corona-Krise auftreten könnte“.

Kurz vor Saisonabschluss kann die Bundesliga ein positives Fazit über den Neustart ziehen. Zwar wurden mehrfach Hygienevorschriften gebrochen und Spieler dafür bestraft, doch zeigte sich der Großteil der Profis vernünftig. Zudem gab es keinen Ausbruch von Corona unter den Spielern und die Saison konnte ohne neuerliche Unterbrechung zu Ende gespielt werden.

Für die Bundesliga war die Fortsetzung der Saison von unschätzbarem Wert. Es wurden nicht nur die Verluste reduziert, sondern es konnte der Ablauf von Geisterspielen mit spezifischen Hygieneregeln getestet werden. Gut möglich, dass auch zu Beginn der nächsten Saison die Fans weiter nicht ins Stadion dürfen und es mit Geisterspielen weitergeht.

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