RIP mein kleiner Pucky.

Mein kleiner Freund Puck ist gegangen. 🙁

Puck als Welpe.

Puck als Welpe.

Hallo aus Uruguay,

von Puck habe ich hier schon berichtet.

Vor fast genau 10 Jahren brachte man mir ein kleines undefinierbares Etwas, es war ein Hundebaby, ca. 2 Monate alt, welches man auf einer Müllhalde gefunden hat.

Dies war der beginn einer langen und treuen Freundschaft und Puck wurde für mich zum ständigen Begleiter und vor allem Mitbewohner. Er war derjenige welcher meinem Alleinsein zu diesem Zeitpunkt ein Ende bereitete. Es wurde für mich zur Aufgabe den ich übernahm die Verantwortung für ihn.

Mein kleiner Freund Puck.

Mein kleiner Freund Puck.

Pucky entwickelte sich zu einem wunderschönen “Schäferhund” und das obwohl er ja nicht wirklich einer war. Die Größe passte nicht, der Schwanz war eher der von einem Spitz und die Haare waren die von vielen die in ihm drin steckten. Doch vom Aussehen und auch vom Charakter her glich er eher einem Schäferhund.

So lieb konnte er sein.

So lieb konnte er sein.

Pucky war einer der seltenen Hunde dem man das Fressen den ganzen Tag hinstellen konnte weil er sich es einteilte wie er es brauchte. Nur Hühner durften ihm nicht über den Weg laufen, denen stellte er nach und versuchte sie zu erlegen. Ebenso war jedes hören vorbei wenn ein Hase oder Kaninchen seinen Weg kreuzte. Da gab es kein halten mehr. Aber er kam immer wieder brav zurück.

Er war immer freundlich.

Er war immer freundlich.

Eines Abends saß er draußen und war wie ein Wolf am heulen.

Ich ging raus und schaute nach ihm, er war recht verlegen, da war wohl ein heißes Mädel in der näheren Umgebung. So sagte ich ihm, dass er gehen kann und er ging tatsächlich, über das geschlossene Tor. Am nächsten Morgen war er aber wieder brav zu Hause und er war ruhig. Ob er Erfolg hatte? Ich weiß es nicht!

Ich werde ihn nie vergessen.

Ich werde ihn nie vergessen.

Pucky hatte immer seinen eigenen Eingang, durch den er 24 Stunden rein uns raus konnte. Niemals auch nur einen Moment hat er mich belästigt. Er war niemals großartig krank, er war lange Jahre niemals beim Arzt und war auch nicht geimpft. Erst als ich meine Partnerin kennen lernte und mit Ihr sieben Bobtails in mein Laben traten, änderte sich die Beziehung zu Pucky. Er musste mich auf einmal mit so Vielen teilen. Das war sicherlich nicht einfach für ihn. Aber er hat es mit Bravur gemeistert. Er hat es geschafft und wurde vom neuen Rudel aufgenommen und respektiert. Es gab wohl mal die eine oder andere Beißerei, bei der er einmal den Kürzeren zog und ich mit ihm zum Tierarzt musste damit er wieder zusammen geflickt wurde, aber danach war Ruhe. Die Fronten waren geklärt und die Anfangs vermeintlichen Widersacher wurden gut Freunde.

Puck und Bruno zwei docke Freunde.

Puck und Bruno zwei dicke Freunde.

So war es auch mit seinem großen Freund Bruno, dem Hund eines Freundes von mir, ein schöner brauner Labrador. Sie trafen sich, da war Bruno noch ein Welpe und Puck war gerade mal etwas über ein Jahr alt. Pucky biss Bruno in die Eier. So lernten sie sich kennen. Da war Anfangs eine richtige Feindschaft. Puck war halt ein Strassenhund und nicht sozialisiert, also von Anfang an aufs überleben trainiert. Doch wir Herrchen habe es dann gemeinsam geschafft die Beiden an einem neutralen Ort zusammen zu bringen wo sie sich dann richtig kennen lernten und zu dicken Freunden wurden. Bruno kam dann immer für die Zeit wo sich sein Herrchen in Deutschland aufhielt zu uns und lebt hier zufrieden und gut.

Tja gestern nun musste ich Puck leider einschläfern lassen.

Er hatte in kürzester Zeit, die merkbaren Beschwerden fingen vor ca. 4 Wochen an als er Probleme mit dem fressen machte, eine Tumor am Kieferknochen unter der Zunge. Das ging soweit, das 3 Zähne anfingen zu wackeln. Wir dachten erst, er hätte sich beim Knochenkauen verletzt und er müsste einen Zahn gezogen bekommen, doch dann sahen wir die Schweinerei. Der Tumor war schon soweit ins Maul gewachsen, das man ihn deutlich sehen konnte.

Es gab nur eine kurze Beratung.

Da Puck schon für das Zahnziehen narkotisiert war und einen Schlauch in seiner Vene hatte, besprachen wir sein wahrscheinlichen Überlebenschancen und wie lange und wie er vielleicht noch leben könnte.

Das Ergebnis war, wir könnten ihm mit Medikamenten vielleicht noch 2 Monate schenken.

Doch wie hätten diese 2 Monate für Puck ausgesehen?

Jeden Tag Medikamente, fressen wenn überhaupt nur mit Schmerzen.

Soll man so etwas einem Tier das man liebt antun?

Nein! Meine Entscheidung in diesem Moment, so hart sie mich auch getroffen hat, war ihn von diesen Qualen zu schützen und ihm das zu ersparen. Der Tod ist da eine gnädige Lösung, waren wir alle der Meinung in diesem Moment. So gaben wir ihm eine Erlösungsspritze mit deren Hilfe er ganz friedlich über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Das Wichtigste für ihn in diesem Moment war wohl, dass wir alle bein ihm dabei waren und ihm nochmals all unsere Liebe geben konnten.

So wurden wir Freunde.

So wurden wir Freunde.

Pucky ist somit friedlich eingeschlafen und wird für immer in meinem Herzen bleiben.

Wir brachten ihn dann zu unserem Hundeplatz in der freien Natur wo ihn die Aasgeier, welche es hier reichlich gibt, einer letzten Verwendung zu führen. Von den Zwei anderen Hunden welche ich dieses Jahr dort schon abgelegt hatte waren nur noch ein paar Knochen zu finden. So schnell geht das.

Somit ist ein großes Kapitel für mich zu Ende gegangen. Puck werde ich niemals vergessen. Er war oftmals das einzig Wichtige im Leben für mich. Er war immer da wenn ich alleine war, mit ihm konnte ich über alles reden, er gab niemals Widerworte und war ganz alleine nur durch meine Anwesenheit glücklich.

Danke Pucky für Alles.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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