Sonniger Sommer Sonntag in Uruguay.

Wie man sich hier die Zeit vertreibt.

Ein fröhliches Hallo aus Uruguay.

Sommerzeit ist Reisezeit und somit sind die Sommermonate Dezember und Januar für viele die reizvollsten Monate im Jahr überhaupt. Geschäftsleute hecheln nach dem Geld was sie für die restlichen 10 Monate im Jahr dringend zum Leben benötigen und Touristen, auch aus den Nachbarländern, Argentinien, Brasilien und Paraguay, bringen ihnen das und machen diese Zeit für sie recht arbeitsreich. Kreuzfahrschiffe, auch aus Deutschland bringen Scharen von neugierigen Touristen ins Land. Speziell nach Punta del Este und Montevideo.

Was Touristen so machen ist eigentlich ganz unterschiedlich. Die Meisten werden wohl die Strände bevölkern und dabei die Sonne anbeten.

Für uns, die Einheimischen, ja nach mehr als 10 Jahren Uruguay zähle ich mich dazu, sind es ehrlich gesagt, die elendigsten Tage im Jahr überhaupt. Zumindest wenn man das eigene ruhige Grundstück verlässt um selbst etwas zu unternehmen. Und sei es nur, dass man in den Ort fährt um dort etwas einzukaufen. Gerade Sonntags wenn auch noch die arbeitenden Uruguayer aus dem Hinterland oder der Hauptstadt Montevideo meinen sie müssen nun unbedingt an einen der vielen Strände fahren oder aber ihren Zweitwohnsitz in irgendeinem Küstenort beleben. Ok man kann es ihnen ja nicht verdenken.

Für uns aber, die wir 10 Monate des Jahres unsere Ruhe haben, ist definitiv zu viel los.

Dieser Strand ist ca. 10 Monate im Jahr fast menschenleer. 

Die Strassen sind verstopft. Autofahrer welche unbedingt zeigen müssen wie viel Zeit sie nun haben, halten sich auch noch an die blödsinnigsten Temposchilder, besonders da wo sie sonst mit überhöhter Geschwindigkeit fahren. Sie sind halt im Urlaubsmodus und jeder Andere hat das gefälligst auch zu sein. Die Supermärkte sind voll und die Preise in selbigen natürlich exorbitant angehoben. Vor den Märkten stehen die Ärmsten der Armen in gelben Westen, mit denen sie sich ein scheinbar öffentliches Aussehen geben wollen und versuchen die ein -und ausparkenden Autofahrer durcheinander zu bringen um dann freundlich lächelnd die Hand aufzuhalten.

Also was macht man an so einem super sonnigen Sommertag?

Man bleibt mit seinem Arsch möglichst zu Hause.

Auch wenn die Strände nur mäßig gefüllt, weil sie auch für Hunde erlaubt sind, es macht einfach keinen Spaß sich die dummen Blicke anzutun wenn man dann mit einem Rudel angefahren kommt. Das Verhalten Einiger gegenüber Hunden lässt manchmal dann auch noch zu wünschen übrig.

Kleine Spielerei

Kleine Spielerei von Google geliefert 🙂

Somit bleibt man wieder zu Hause.

Man geht den gewohnten Weg und das obwohl auch da im Moment Häuser bewohnt sind welche sonst das ganze restliche Jahr leer stehen. Aber egal Hunde müssen auch mal laufen.

Sonst sitzt man am PC, so wie ich jetzt, weil es mir draußen mit fast 32° schon wieder zu warm ist oder man fängt an in der Küche zu wuseln. Im Garten gibt es eigentlich auch immer etwas zu tun. Das hört man dann auch von den Nachbargrundstücken, da laufen die Motorsensen, die Rasenmäher und manchmal auch die Motorsägen. Andere feiern eine Party und beschallen die weitere Umgebung mit lauter, aber nicht unbedingt schöner, Musik. Daran stört man sich hier aber nicht. Es ist normal. gegen Abend dann wird dann vielerorts der Grill angeworfen. Nicht der kleine Grill wie in Deutschland, nein hier hat jedes Haus einen richtigen, schön gemauert und mit Schornstein, das gehört für den Uruguayer einfach dazu. Man könnte fast sagen, der Grill ist das überhaupt das Wichtigste am ganzen Haus.

Rindfleisch

Sebst gegrillt!

So genug geschwafelt, jetzt warte ich auf mein Frauchen, die Arme muss ja, dann wenn Andere ihr Knochenende feiern, arbeiten. So ist das nun mal im Gesundheitswesen. Dann werden auch wir  einen gemütlichen Kaffee trinken und wahrscheinlich mit dem Hunderudel (11) um die Blöcke schleichen und Nachbarn ärgern, um dann langsam den beginnenden Abend zu genießen. Da wird dann noch gekocht und schön gemeinsam gegessen bevor man anschließend so allmählich in die Heia geht. Frauchen etwas früher, sie hat ja zwei Nächte gearbeitet und ich wenn ich dann endlich müde bin. Als ehemalige Nachteule geh ich nicht so früh ins Bett. Spätestens nach 6-7 Stunden ist für mich die Nacht vorbei.

So nun habt Ihr mal einen kleinen Einblick in einen sonnigen Sommertag in Uruguay gehabt.

Große Unterschiede zu Deutschland und Europa dürfte es da eigentlich nicht geben. Außer, dass hier halt die Geschäfte auch Sonntags geöffnet sind.

Liebe Grüße aus Uruguay

Peter

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